Aktuelle Projekte

Der schwarze Mönch

Ein verstörter junger Künstler sucht auf dem Land seelischen Frieden und Heilung und zerstört eine ganze Welt. Kirill Serebrennikov hat die in Russland sehr berühmte und sonst nahezu unbekannte Tschechow-Erzählung am Hamburger Thalia Theater als Rondo in vier Teilen inszeniert -  viermal wird die Geschichte in Varianten und Wiederholungen erzählt, aber mit Wechsel auf die unterschiedlichen Perspektiven der Protagonisten. Die von der Richard M. Meyer Stiftung geförderte Inszenierung feierte am 22. Januar 2022 Premiere.  

Scherer-Preis 

Seit 2010 vergibt die Richard M. Meyer Stiftung zusammen mit der Humboldt-Universität zu Berlin und der Freien Universität Berlin alle zwei Jahre den mit 5.000 Euro dotierten Scherer-Preis zur Förderung von jungen Wissenschaftler*innen. Ausgezeichnet werden Dissertationen oder Habilitationen auf dem Gebiet der älteren und neueren deutschen Literatur, die an der Humboldt-Universität zu Berlin oder der Freien Universität Berlin entstanden sind. Für den  Scherer-Preis 2022 wurden sieben Dissertationen und Habilitationsschriften eingereicht. 

Am 28. April 2022 wurde Anna Sophie Luhn für ihre an der Freien Universität Berlin entstandene Dissertation Überdehnung des Möglichen. Dimensionen des Akrobatischen in der Literatur der europäischen Moderne mit dem Scherer-Preis 2022 ausgezeichnet.  

Phantastische Gesellschaft

Immer wieder werden in der Öffentlichkeit Fälschungen, Betrugsfälle und imaginierte Geschichten diskutiert, die im Zusammenhang mit der Shoah und dem Zweiten Weltkrieg wie auch der Erinnerung daran stehen In neun Gesprächen mit Personen unterschiedlicher Expertisen und Erfahrungen fragen Clemens Böckmann und Johannes Spohr nach den Voraussetzungen und Motivationen dieses Phänomens. Woher kommt das Bedürfnis, sich auf diese Weise mit den Opfern der Shoah zu identifizieren? Der Umgang mit dem Erbe des Nationalsozialismus bleibt auch im 21. Jahrhundert eine gesellschaftliche Herausforderung. Falsche oder imaginierte Geschichten – Karikaturen der gesellschaftlichen Mehrheit – eröffnen dabei einen Blick auf das Verhältnis der bundesdeutschen Gesellschaft zur NS-Vergangenheit. Die Richard M. Meyer Stiftung hat die Drucklegung des im Neofelis Verlag erschienenen Bandes gefördert.