Rückblick 2012

 

Jugendbildnis 

Die Autorin und Regisseurin Katharina Schmitt hat mit Jugendlichen gemeinsam das Theaterstück „Jugendbildnis“ erarbeitet, welches am 18. Februar 2012 im Thalia Theater – Gaußstraße Premiere hatte. Das Projekt wurde von den ersten Workshops bis zur Premiere von der Stiftung unterstützt. 

 

Auszug aus dem Programmheft:  

  

Sehen Sie / Erinnern Sie sich / Erzählen Sie sich schon eine Geschichte? Eine Person, genannt “Das Kind”, “Die Jugendliche”, ist nicht mehr da. Doch von ihrer Abwesenheit erzählen die von ihr zurückgelassenen Gegenstände: Fundstücke, Erinnerungen, Alltagsobjekte -verschiedene Fotografien aus dem Familienalbum, ein Regenmantel, ein Schlüssel. Nun werden diese Objekte in einer Sammlung zusammen geführt, um das Bild der Verschwundenen gemeinsam zu erforschen, die Geschichten wieder zusammen zu setzen. Doch das Jugendbildnis, das sich aus den Geschichten ergibt, ist so disparat und widersprüchlich wie die Aussagen der Eigentümer, die aus ganz verschiedenen Perspektiven ihre Erzählungen zusammen führen. Aber können Objekte überhaupt etwas über eine Person erzählen und nicht nur über den Sammler? Lässt sich den eigenen Bildern vertrauen? Und wie bringt man Gegenstände dazu, dass sie einem ihre Geschichte erzählen?   

In Nietzsches Bann

Vor einhundert Jahren erschien die Nietzsche-Biographie von Richard M. Meyer - ein wichtiger Beitrag zur damaligen Nietzsche-Forschung und der Höhepunkt seiner lebenslangen Auseinandersetzung mit dem Leben und Werk des Philosophen.   


Um 1892 lernten Richard M. Meyer und seine Frau Estella Nietzsches Schwester Elisabeth Förster-Nietzsche (1846-1935) kennen. Ihre Freundschaft endete 1913 mit einem Beleidigungsprozess im Gerichtssaal, den die Philosophen Schwester gegen ihren einstigen Gönner anstrengte.

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Die langjährige Korrespondenz zwischen dem Ehepaar Meyer und Elisabeth Förster-Nietzsche lässt hinter die Kulissen des 1894 gegründeten Nietzsche-Archivs blicken und offenbart eine Verehrung Nietzsches, die weit über das wissenschaftliche Interesse hinausgeht.